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A-Z
Aktien
Aktien sind Anteile an großen Firmen, so genannten Aktiengesellschaften. Diese Firmen brauchen Geld, um mit neuen Maschinen und dem dazugehörigen Know-how die Produktion anzukurbeln und mehr Umsatz zu machen. Um an dieses Geld heranzukommen, verkaufen die Firmenbosse kleine Anteile der Firma an Anleger. Was aber haben die Käufer solcher Firmenaktien von diesem Geschäft? Sie kaufen die Aktie zu einem bestimmten Preis ein, sagen wir für € 5 das Stück. Wenn nun das Unternehmen durch gute Leistungen sein Kapital steigern kann, steigt auch der Wert jeder einzelnen Aktie. Der Käufer einer solchen Aktie kann dann beim Wiederverkauf einen kleineren oder größeren Gewinn erzielen, je nachdem wie viele Aktien er von einer Firma besitzt.

Börse
Die Börse ist der Marktplatz, an dem Aktien gehandelt, also gekauft und verkauft, werden. Die Summe der Aktienwerte bildet das Stammkapital, mit dem die Unternehmen arbeiten können. Da die Kurse von Aktien - also deren Wert - aus oft unerfindlichen Gründen von einer auf die andere Sekunde stark fallen oder steigen können, werden Aktien ebenso schnell gekauft oder wieder verkauft. Das hat zur Folge, dass die Börsenmakler, jene Personen, die die Aktien im Auftrag anderer kaufen und verkaufen, sehr schnell handeln und reagieren müssen. Im großen Saal einer Börse geht es daher oft sehr laut zu, weil unzählige Kaufs- und Verkaufsbefehle durch den Raum gerufen werden. Bei vielen Börsenmaklern, die das gleichzeitig machen, ergibt sich daraus ein ziemlich lauter und hektischer Betrieb.
Seit der Vernetzung durch das Internet im heutigen Computerzeitalter etabliert sich aber mehr und mehr die geräuschlose Computerbörse, die Xetra heißt. Verkauf und Ankauf von Aktien geschieht blitzschnell und leise per Mausklick. An der Börse kann man mit dem richtigen Riecher in kurzer Zeit Unmengen an Geld verdienen. So haben Anleger mit Microsoft oder Nokiaaktien ein Vermögen gemacht. Es ist aber auch ein Risiko reiches Geschäft, mit dem man umgekehrt alles verlieren kann, wenn man in die falsche Firma investiert.

Deflation
Anhand eines einleuchtenden Beispiels lässt sich ganz leicht veranschaulichen, was damit gemeint ist: Meist ist es der Beginn einer Deflation, wenn die Leute zu sparen beginnen und ihr Geld nicht mehr so wie früher ausgeben. Das hat weit reichende Folgen für die Wirtschaft, denn angenommen, die Leute bleiben lieber vor dem Fernseher sitzen als ins Kino zu gehen, dann bleibt der Kinobesitzer auf seinen Karten und seinem Popcorn sitzen. Jetzt muss er wiederum zu sparen beginnen, und kann es sich nicht mehr leisten, seine Familie in ein Restaurant auszuführen. Lieber wird zu Hause gekocht. In diesem Fall trifft es den Restaurantbesitzer, der mit einem halbleeren Restaurant konfrontiert wird. Auch er muss den Gürtel enger schnallen und so werden nach und nach alle Zweige der Wirtschaft von der geringen Nachfrage getroffen, man spricht von einer Deflation, einer sinkenden Kaufkraft.

Devisen
Devisen sind Guthaben, Schecks und Wechsel in ausländischen Währungen, z.B. amerikanischer Dollar oder japanischer Yen.

Dividende
Macht das Unternehmen, bei dem jemand eine oder mehrere Aktien hat, Gewinn, dann bekommt der Aktienbesitzer oder Aktionär einen Anteil davon ausgezahlt. Für jede Aktie erhält er einen bestimmten Betrag, der Dividende genannt wird. Meist sind die Dividenden aber sehr gering und auch nur schwer vorherzusehen.

Europäische Union
Die EU ist ein Staatenbund von 28 Staaten mit 510 Millionen Einwohnern und dem größten Bruttoinlandsprodukt der Welt. Sie wurde mit dem Vertrag von Maastricht 1992 begründet. Ursprüngliches Ziel einer europäischen Gemeinschaft war es, den Frieden nach zwei Weltkriegen und weiteren innereuropäischen Kriegen zu sichern. Das sollte durch eine Verbesserung des Wohlstandes und das Entstehen gegenseitiger Abhängigkeit erreicht werden. Der Grund für eine gemeinsame Außenpolitik ist vor allem der Wunsch der europäischen Staaten, sich in der Welt durchzusetzen und Europa zum stärksten Wirtschaftsraum zu machen. Um das zu erreichen, sollen sowohl die wirtschaftliche Lage als auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen in allen Mitgliedsländern verbessert werden. Die europäische Währung Euro liegt dabei im Wettstreit mit dem US-Dollar und den japanischen Yen als weltweite Leitwährung.
Ziel der Union ist ein Europa mit ausgewogenem Wirtschaftswachstum, wettbewerbsfähiger sozialer Marktwirtschaft und besserer Umweltqualität zu schaffen. Außerdem bekämpft die EU Ausgrenzung und Diskriminierung von Minderheiten und fördert Gerechtigkeit und sozialen Schutz.
Weitere Ziele sind: ein hohes Beschäftigungsniveau, ein beständiges nichtinflationäres Wachstum, ein hohes Maß an Wettbewerbsfähigkeit, die Hebung des Lebensstandards und der Lebensqualität, wirtschaftlicher und sozialer Zusammenhalt sowie die Förderung der Solidarität zwischen den Mitgliedstaaten.

Export
Österreich wird auch oft die Skifahrernation genannt. Aufgrund unserer Berge sind die Leute immer schon Skigefahren und daher hat sich auch eine große Skiproduktion in unserem Land entwickelt. Je mehr Skier wir in Österreich produzieren können, desto mehr Rohstoffe und Arbeitskräfte werden gebraucht. Würden wir aber nur die heimische Bevölkerung mit Skiern versorgen, dann hätten irgendwann alle genug Ski und der Absatz würde sinken. Das wiederum hätte zur Folge, dass weniger Skier hergestellt und Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren würden.
Es gibt jedoch viele Länder, in denen ebenfalls Leute leben, die gerne Ski fahren gehen und daher Skier brauchen. Doch ihnen fehlt das Know-how - das technische Wissen - und auch die geeigneten Maschinen, um gute Ski herzustellen. Aus diesem Grund kaufen andere Länder die Ski in Österreich ein, um auf das bestmögliche Produkt zugreifen zu können.

Fonds
Fonds sind interessante Alternativen zu Aktien, die mit einem geringeren Risiko als der schnell wechselnde Aktienmarkt behaftet sind. Ein Fonds sind Anteilsscheine an einem großen Bestand verschiedener Wertpapiere, die von einem Unternehmen verwaltet wird. Im Gegensatz zu Aktien sind Fonds ziemlich pflegeleicht, der Inhaber muss sich um nichts kümmern, das wird von den Profis erledigt. Allerdings fallen dadurch meist hohe Bearbeitungsgebühren an.
Durch die Streuung des Anlagekapitals auf viele unterschiedliche Wertpapiere ist das Risiko zwar geringer, aber vor Verlusten ist man auch hier nicht ganz gefeit. Wenn alle Aktienkurse fallen, sind auch die meisten Fonds von diesem Abwärtstrend betroffen.

Geld
Bevor es unser Geld in Form von Münzen und Scheinen als Zahlungsmittel gab, tauschten die Menschen untereinander Produkte, die sie herstellten. Getauscht wurde vor vielen Tausend Jahren alles, was man zum Leben brauchte, Felle gegen Fleisch, Beeren gegen Eier oder Salz gegen Fisch. Nachteil dieser Art Dinge "einzukaufen" war, dass nicht immer ein geeigneter Tauschpartner vorhanden war und man z. B. auf seinen vielen Eiern sitzen blieb, die dann schlecht wurden. So wurden als Zwischentauschmittel seltene Schnecken oder Steine eingesetzt. Dieses so genannte Naturalgeld, das wegen seines geringen Vorkommens hohen Wert besaß, waren Salz und Edelmetalle wie Gold, Silber und Kupfer. Von da an war es nur mehr ein kleiner Schritt in Richtung Münzgeld, denn die Metalle mussten alle die gleiche Reinheit haben in eine Form gegossen werden, damit jeder mit der gleichen Menge bezahlen konnte. Damit war das Geld genormt, das heißt der Wert für alle Münzen gleich vorgeschrieben.
Nachdem eine Menge an Münzen schwer und unhandlich zu Tragen war, wurde schließlich das Papiergeld eingeführt. Das hat keinen eigentlichen Wert, wie es die Münzen hatten, sondern nur einen Nennwert - also die Zahl, die aufgedruckt ist. In Österreich wurde das Papiergeld 1762 unter Kaiserin Maria Theresia eingeführt.
Heute geht der Trend dazu, immer weniger Bargeld im Geldtascherl zu haben und mit der Bankomat- oder Kreditkarte zu zahlen, dem so genannten "Plastikgeld".

Gewinn
Der Gewinn ist das Einkommen eines Unternehmens, der Betrag, der nach Abzug aller Ausgaben noch übrig bleibt.

Globalisierung
Man spricht heute oft vom globalen Dorf, doch was ist damit gemeint? Genau wie man per Internet oder E-Mail mit allen gewünschten Menschen und Unternehmen dieser Welt vernetzt ist, so ist es auch die Wirtschaft. Durch die zunehmend niedrigeren Transportkosten und die Aufhebung der Staatsgrenzen ist es möglich, Waren in allen Ländern der Welt produzieren zu lassen. Dadurch ist die Welt ein einziger großer Finanzmarkt geworden, wo jeden Tag circa 1,5 Billionen Dollar zwischen den verschiedenen Börsen hin- und her geschoben werden.
Die Vernetzung der Welt hat aber nicht nur positive Auswirkungen: da alle irgendwie voneinander abhängig sind, betreffen Umweltkatastrophen, Kriege und Wirtschaftskrisen längst nicht mehr nur den Teil der Erde, wo sie passieren, sondern haben auch negative Auswirkungen auf den gesamten Globus.

Import
Habt ihr euch noch nie gewundert, warum man im Supermarkt das ganze Jahr über exotische Früchte wie Ananas, Bananen oder Kokosnüsse kaufen kann, obwohl bei uns gar keine Palmen wachsen? Das liegt daran, dass wir diese aus wärmeren Ländern beziehen, wo sie unter optimalen Bedingungen wachsen und gedeihen. Österreich bietet nicht das geeignete Klima für diese Pflanzen und müsste gut beheizte Gewächshäuser betrieben, um solche Bäume züchten zu können. Das würde Unmengen an Geld kosten. Günstiger ist es, diese Früchte von jenen Ländern zu kaufen, die sie in Hülle und Fülle haben. Trotz der Transportkosten, die anfallen, wenn man die Früchte von anderen Kontinenten wie Afrika und Südamerika bezieht, sind sie billiger als wenn sie in Österreich gezüchtet würden. Wenn also Produkte aus einem anderen Land zu uns kommen, weil sie bei uns nicht hergestellt werden, nennt man das Import.

Inflation
Darunter versteht man den stetigen Anstieg des Preisniveaus, der dadurch zustande kommt, wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot. Als Beispiel: Wenn Du Dir zum Beispiel einen Computer kaufen möchtest, der sehr teuer ist, verlangst Du mehr Gehalt oder Taschengeld. Da aber durch Dein erhöhtes Gehalt auch dein Arbeitgeber mehr Geld einnehmen muss, erhöht er die Preise seiner Produkte. Die Leute, die seine Produkte nun teurer kaufen müssen, erhöhen ihrerseits ihre Forderungen und so setzt sich das immer fort. Am Ende kostet der Computer, den du möchtest, auch mehr und du brauchst schon wieder mehr Geld. Je mehr Geld im Umlauf ist, desto mehr sinkt sein Wert, und man muss immer mehr bezahlen, um eine bestimmte Ware zu kaufen. Das ist der Wertverlust des Geldes, die Inflation.

Insolvenz
Insolvenz oder Konkurs nennt man die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung eines Unternehmens oder ein Privatperson. Auch einzelne Staaten können in finanzielle Not geraten und gewissermaßen pleite gehen. Dadurch fehlt dem Staat das nötige Geld für wichtige Investitionen in Bildungseinrichtungen, in den Bau von Straßen und den Umweltschutz. Nach den so genannten Maastricht-Kriterien aus dem Jahr 1991 darf jeder Staat, der in der Währungsunion des Euro ist, nur noch neue Schulden in Höhe von 3% des Bruttoinlandsprodukts aufnehmen, um eine Staatsverschuldung zu verhindern.

Kapital
Zu Kapital zählen Geld, Gebäude, Fahrzeuge und Maschinen, über welche ein Unternehmen verfügt. Es ist die Grundvoraussetzung dafür, dass ein Unternehmen entstehen und arbeiten kann. Meist wird das Kapital, hauptsächlich in Form von Geld, in wichtige Dinge investiert, die der Entwicklung des Unternehmens dienen.

Know How
Unter diesem Begriff aus dem Englischen ist all jenes Fachwissen gemeint, das man in einer bestimmten Branche für die Verrichtung einer bestimmten Aufgabe benötigt. Gutes Know-how ist immer mehr gefragt, da wir in einer Wissensgesellschaft leben, d.h. viele Unternehmen haben die Nase vorne, weil ihre Mitarbeiter sich viel Wissen angeeignet haben.

Konjunktur
Darunter versteht man die Abfolge von Aufschwung (Hochkonjunktur oder Boom) und Abschwung (Rezession) in der Wirtschaft.

Konsum
Das ist der Verbrauch von wirtschaftlichen Gütern zur Befriedigung persönlicher Bedürfnisse.

Kredit
Das Überlassen von Geld für einen bestimmten Zeitraum, nach dem das Geld mit Zinsen wieder zurückgezahlt werden muss.

Kreditkarte
Heute wird immer öfter ohne Papiergeld und Münzen eingekauft. die meisten Menschen haben ein Konto bei einer Bank. Auf dieses Konto wird ihr Gehalt überwiesen. Mit einer Bankomat- oder Kreditkarte können sie ohne Bargeld bezahen - das Geld wird direkt von ihrem Konto abgebucht.

Marketing
Marken wie Coca-Cola, Red Bull oder Milka werden durch intensives und gutes Marketing bekannt gemacht. Meist steht die bekannte Marke dann für alle Vertreter dieses Produkts, wie zum Beispiel im Fall von Uhu und Tempo. Durch Marketing und Werbung wird dem Produkt ein Image verliehen, das es begehrenswerter als alle Konkurrenzprodukte erscheinen lässt, damit die Leute genau dieses Produkt kaufen. Dieses Image ist eine Sache der Fantasie, es spielt sich meist nur in den Köpfen der Käufer ab. Die meisten sind auch bereit, höheren Kosten für das bekanntere und coolere Produkt zu zahlen, die durch die enormen Werbeausgaben entstehen.

Marktwirtschaft
Im Gegensatz zur Planwirtschaft gibt es in der Marktwirtschaft keine zentralen Pläne und Vorschriften. Es herrscht freier Wettbewerb. Das bedeutet, jeder Anbieter von zum Beispiel Äpfeln auf einem Wochenmarkt kann den Preis für seine Äpfel festsetzen, den er sich vorstellt. Bieten allerdings andere Apfelverkäufer billiger an, werden die Leute dort einkaufen. Und wenn ein Verkäufer außerdem noch Bananen und Orangen im Sortiment hat, interessieren sich die meisten Leute wohl für diesen Obststand. Dadurch wird klar, dass der Käufer in zweifacher Hinsicht vom freien Wettbewerb profitiert: die Anbieter können nicht zu hohe Preise einfordern, außerdem müssen sie sich Mühe bei der Angebotsvielfalt geben.

Monopol
Von einem Monopol spricht man, wenn nur ein Anbieter oder nur ein Nachfrager am Markt vorhanden ist. Die Monopolsituation ist allerdings schlecht für den Markt, weil dadurch kein Wettbewerb mehrerer Unternehmen oder Käufer möglich ist. Wenn ein einziger Anbieter den Markt beherrscht, kann er die Preise nach seinem Willen festsetzen, denn die Leute haben ja keine Wahl, sie müssen bei ihm kaufen. Auch die Qualität der Produkte kann mitunter leiden, denn man muss ja nicht besser sein als der Konkurrent.
Gibt es nur einen Käufer, wie zum Beispiel eine große Supermarktkette, die alleiniger Abnehmer eines Produktionsbetriebes zum Beispiel von Fleischwaren ist, dann kann in diesem Fall der Käufer die Preise bestimmen.

Nettoeinkommen
Das Nettoeinkommen ergibt sich nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben wie Sozial-, Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung. Diese Beträge leisten nicht nur die Arbeitnehmer, sondern in gleicher Höhe noch einmal der Arbeitgeber für jeden Beschäftigten. Daher ist das Bruttoeinkommen, also jenes ohne Abzüge, oft eine recht stattlich klingende Summe.

Planwirtschaft
Der Grundsatz der Planwirtschaft war es, dass Land, Maschinen, Rohstoffe etc. nicht einzelnen Unternehmen gehören sollten, sondern dem Volk. Dadurch war kein Wettbewerb möglich, was zur Folge hatte, dass die Qualität und Vielfalt der Produkte enorm litt. Das führte zu Güterknappheit und zur mangelhaften Versorgung der Bevölkerung. Wo keine Konkurrenz ist, wird auch keine Forschung und Entwicklung neuer Technologien betrieben. Die Länder, die die Planwirtschaft praktizierten - das waren vor allem die ehemaligen Ostblockstaaten - waren weit entfernt von modernen Neuerungen und technischen Innovationen. Sie waren über Jahrzehnte in einem Stillstand verharrt, der sie von der westlichen Welt wirtschaftlich und sozial völlig abgeschnitten hatte.
Erst als Ende des 20. Jahrhunderts die sozialistischen Systeme des Ostblocks zusammen brachen, war der Weg frei für wirtschaftlichen Aufschwung und einen besseren Lebensstandard.

Sponsoring
Sponsoring ist eine Art der Werbung, die besonders im Sportbereich sehr häufig zu finden ist. Die Spieler der Fußball- oder Skimannschaft tragen auf ihren Trikots den Schriftzug der Firma, die dafür dem Verein einen großen Betrag an Geld überlässt. Ziel des Sponsorings ist es, das Unternehmen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und sein Image aufzupolieren, indem die Zuschauer den Namen des Unternehmens mit Sport assoziieren. Dem Sponsor bringt diese Art der Werbung also mehr Bekanntheit, dem Verein mehr Geld.

Staat
Ein Staat (vom lateinischen Wort status = Zustand, Verfassung) ist eine Herrschaftsstruktur, welche ein abgegrenztes Territorium (Staatsgebiet), eine Bevölkerung (Staatsbürger), eine Regierung (Exekutive) und Kontakt mit andern Staaten hat. Zum Staat gehören auch die Bundesländer, Gemeinden und Städte.
Jeder dieser Ebenen des Staates hat Aufgaben und Leistungen für die Bewohner zu erbringen. Sie sorgen für sozialen Ausgleich, soziale Gerechtigkeit und Sicherheit, für Chancengleichheit in Bildung und Beruf und für ein flächendeckendes und kostengünstiges Verkehrs- und Transportnetz. Wenn man arbeitslos wird, hat man die Sicherheit, von Staat für eine Zeit lang Geld zu bekommen, damit man weiterhin sein Leben bestreiten kann. Damit der Staat das alles für seine Bürger garantieren kann, muss er Gelder von jedem einzelnen einheben, die Steuern.
Zu seiner Gründung braucht ein Staat keine juristische und keine völkerrechtliche Legitimation. Es genügt, dass er ausgerufen wird. Es ist jedoch die Anerkennung durch möglichst viele Staaten für das Überleben notwendig. Als voll anerkannt gilt ein Staat, wenn er von der UN durch eine Resolution anerkannt oder in die UN aufgenommen wurde.

Steuern
Der Staat muss viele Institutionen selbst finanzieren wie zum Beispiel die Universitäten, Schulen, Kindergärten, Gefängnisse, Polizei, Gerichte, Straßen und Wasserwege, die Müllabfuhr und das Bundesheer.
Die Gelder, die er zur Finanzierung benötigt, hebt er durch Steuern von den Bürgern ein. Das meiste Geld erhält der Staat durch die Lohn- und Einkommenssteuer, weitere Steuern sind die Mehrwertsteuer, die Erbschaftssteuer, die Schenkungssteuer, die Mineralölsteuer, ja sogar die Hundesteuer und die Luftsteuer.
 
Taschengeld – und wie man damit umgeht
Geld fasziniert schon die Allerkleinsten unter uns! Sehr schnell verstehen Kinder, dass man sich mit Münzen und Scheinen vieles erwerben kann, was das Herz begehrt. Für Kinder und Jugendliche bedeutet die Tatsache, sich etwas kaufen und dabei selbst entscheiden zu können was, ein Stück Freiheit und Selbstbestimmung.
Eigenes Taschengeld fördert also die Selbständigkeit und Eigenverantwortung, doch Eltern müssen verantwortungsvoll mit der Höhe des Taschengeldes umgehen – nicht zu viel ist dabei der oberste Grundsatz. Die Höhe des Geldes richtet sich natürlich nach dem Alter. Wichtig ist, dass das Geld als "eigenes" Geld für kleine Wünsche wie Spielzeug oder Süßigkeiten gegeben wird, und sich das Kind davon nicht Schulsachen, Essen oder Kleidung kaufen muss. Für diese Dinge sind die Eltern zuständig.
In Österreich gibt es keine Gesetze, ob oder wie viel Taschengeld Kinder und Jugendliche bekommen, aber es gibt Empfehlungen, die auf Erfahrungswerten basieren. Kein Geld ist genauso falsch wie zu viel Geld zu geben, denn Taschengeld ist ein guter Weg, um den Umgang mit dem Euro zu lernen. Die Höhe ist vom Alter des Kindes und auch vom Einkommen der Eltern abhängig, als Richtwert kann man folgende Summen heranziehen:
6-8 Jahre -                    €  0,50 bis € 2,-- wöchentlich
8-10 Jahre -                  €  2,--  bis € 3,-- wöchentlich
10-12 Jahre -                €  8,--  bis € 14,-- monatlich
14-16 Jahre -                € 12,-- bis € 20,-- monatlich
16-18 Jahre -                € 30,-- bis € 60,-- monatlich
18-20 Jahre -                € 50,-- bis € 80,-- monatlich
Mein Geld reicht nie!
Arbeiten in den Ferien – in so genannten Ferialjobs - darfst du erst ab deinem vollendeten 15. Lebensjahr. Die einzige Ausnahme ist Mithilfe im elterlichen Betrieb oder die Erledigung leichter Tätigkeiten wie Botengänge, Ballholen am Tennisplatz, etc. ; das darfst du auch schon ab 12 Jahren , allerdings nicht an Sonn- und Feiertagen oder zwischen 20 Uhr und 8 Uhr.
Wenn dein Taschengeld manchmal oder meistens nicht reicht, solltest du überlegen, ob du vielleicht zu viel auf einmal ausgibst. Versuche beim nächsten Mal, es dir besser einzuteilen. Wenn du deinen Eltern oder Großeltern bei größeren Arbeiten im Haushalt hilfst, freuen sie sich und geben dir eventuell noch ein kleines Zusatzgeld zum regulären Taschengeld!

Umsatz
Der Umsatz ist der Wert der Waren oder Dienstleistungen, die ein Unternehmen innerhalb eines Zeitraums verkauft.

Wirtschaftswachstum
Man spricht vom Wirtschaftswachstum, wenn es den Menschen in Österreich gut geht, alle Arbeit haben und sich die Dinge kaufen können, die sie gerne möchten. Ob die Wirtschaft nun wächst oder nicht, lässt sich anhand des Bruttoinlandsproduktes messen. Dabei wird der Wert aller Waren und Dienstleistungen zusammengezählt, der innerhalb eines Jahres produziert oder ausgeführt wurde. Wenn dieser Wert jedes Jahr steigt, dann wächst die Wirtschaft, es wird mehr produziert, die Leute verdienen mehr und können sich auch mehr leisten. Wenn dieser Wert gleich bleibt, spricht man von einer Stagnation, sinkt er handelt es sich um eine Rezession.

Währung
Seit 2002 ist der Euro das Zahlungsmittel für die meisten Staaten der Europäischen Union, mit Ausnahme von Großbritannien, Dänemark und Schweden. Aber auch Staaten, die nicht der EU angehören, haben den Euro als Währung eingeführt: die Vatikanstadt und der Zwergstaat San Marino.
Grund für die Einführung eines gemeinsamen Zahlungsmittels war die Bestrebung, das Geld in allen Ländern gleich viel wert zu machen. Früher bekam man nicht überall das Gleiche für die gleiche Summe Geld, der Wert des Geldes war nicht stabil. Nach der Einführung des Euro wurden die Schwankungen in der Währung ausgeglichen.

Zinsen
Mit Geld lässt sich wieder Geld machen. Banken zum Beispiel verleihen das Geld, das sie verwalten, an Leute, die es benötigen. Allerdings machen sie das nur gegen eine Leihgebühr, die man Zins nennt. Wer Geld gibt, erhält Zinsen, wer Geld borgt, muss Zinsen zahlen. Der Zinsensatz des Borgenden ist aber höher als der des Gebers, und die Differenz ist der Verdienst der Banken.